Häufige Fragen zu Wirzeit-Projekten

 

Was ist WirZeit ?- Was ist ein WirZeit Geschenk?

  • WirZeit ist Zeit, in der Menschen zusammen etwas erleben und einander besser kennenlernen.
     
  • Wenn Du solches Zusammensein möglich machst, ist das ein WirZeit-Geschenk.
     
  • Über unser Portal kannst Du dies auf zweierlei Weise tun:
    Entweder durch Deine Einladung zu einem WirZeit-Projekt oder durch Deine Teilnahme an einem WirZeit-Projekt.
  • Auch durch die Teilnahme schenkst Du Zeit für neue Begegnungen, gehst über Deinen bisherigen Kreis hinaus und Du unterstützt andere in ihren Geschichten und Ideen.

Was ist ein WirZeit-Projekt?

Drei Dinge machen ein WirZeit-Projekt aus:
selbst gestalten– schenken – Menschen zusammen bringen
 

  • Du gestaltest Dein Projekt selbst (allein oder mit anderen zusammen) nach Deinen eigenen Ideen oder nach guten Ideen von anderswo.
  • Du schenkst dein Projekt ohne Gegenleistung.
  • Dein / Euer Projekt bringt Menschen miteinander in Kontakt. Drei oder mehr Menschen.

Wie lang oder kurz können WirZeit-Projekte sein?

  • Ein WirZeit-Projekt kann ein paar Stunden, ein paar Tage oder auch länger über die Zeit verteilt dauern. Das hängt von dem ab, was da gemacht wird.
  • Bedenke, dass auch für eine kurze Projektveranstaltung vielleicht einiges an Planungs- und Vorbereitungszeit zusammen kommt. Das alles ist Dein WirZeit-Geschenk.

Kann ich ein Projekt als WirZeit-Projekt eintragen, auch wenn es schon länger besteht?

Ja, natürlich. Gute Nachrichten dieser Art gehören in das WirZeit-Portal. Dort kann es auch ein gutes Beispiel und Anregung für andere sein. Und hier kannst  Du auch noch weitere Leute zum Mitmachen oder Teilnehmen einladen, wenn das gewünscht ist.

Kann ich ein Projekt als WirZeit-Projekt eintragen, in dem alle Teilnehmer­plätze schon vergeben sind?

Ja, jedes Zeitgeschenk ist eine gute Botschaft und gibt Beispiel und Ideen für andere. Und  durch die Veröffentlichung bringt es Dir vielleicht wertvolle Kontakte.

Können wir auch mit mehreren Leuten gemeinsam ein Wirzeit-Projekt anbieten?

  • Ja, selbstverständlich. Du klickst auf der Startseite auf Anbieten, trägst das Projekt unter Deinem Namen ein und kannst in der Projektbeschreibung die anderen Mitanbietenden erwähnen und nach Möglichkeit auch beim Namen nennen.

Kann ich mein Projekt auch im Rahmen eines Vereins, meiner Schule
oder einer anderen Träger-Gemein­schaft anbieten?

Ja, natürlich – wenn Dein oder Euer persönliches WirZeit-Geschenk ist und auf den drei WirZeit-Bausteinen beruht:
selbst machen, Zeit schenken und Menschen zusammenbringen.
 

  • In Deiner Projektbeschreibung kannst Du dann diesen „Träger“ erwähnen. - Wenn Du 17 Jahre oder jünger bist lies die Antwort auf die folgende Frage.
  • Es gibt neben Schulen und Vereinen noch viele andere Einrichtungen und Träger-Gemeinschaften mit denen zusammen Du Dein Projekt anbieten kannst: Jugendzentrum, Kindergarten, Universität, Familienbildungsstätte, Kirchengemeinde, Moscheegemeinde, Feuerwehr, Freiwilligenzentrum usw. Grundsätzlich freuen sich dort sicher alle, wenn Du neue Aktivitäten einbringst.
  • Gerade das Vereinsleben braucht heute neue Aktive und neue Arten von Aktivitäten. Dazu möchte WirZeit beitragen. Eine ehrenamtliche Tätigkeit mit langfristigen Verpflichtungen wird heute weniger gesucht. Da braucht es neue Impulse. In vielen Vereinen kann man deshalb heutzutage auch mitwirken, ohne dass man gleich fest eintreten muss.

Wie kann ich ein Projekt anbieten, wenn ich noch nicht volljährig bin?   

  • Wenn Du jünger als 18 Jahre bist
    - brauchst Du die Einwilligung Deiner Eltern und einen Träger, der Dein Projekt hier im WirZeit-Portal anmeldet und zusammen mit Dir trägt.
    - ein Träger kann eine erwachsene Person sein, zum Beispiel Dein Vater oder Deine Mutter, oder es kann Deine Schule sein, ein Verein, ein Jugendzentrum, Kindergarten oder irgendeine andere Träger-Gemeinschaft. 
    - bei der Projektanmeldung schreibt sich zuerst die erwachsene Person oder die Trägergemeinschaft als Anbieter in die Namenszeile und Dein Vorname (oder WirZeit-Name) sollte dabei stehen. Und zwar so, wie in diesen Beispielen: Peter Heim mit Mirko oder Stadtschule Hinsburg mit Johan oder TSV Neustadt mit Lisa.
  • Wenn Ihr mehrere Projektanbieter seid, die alle unter 18 Jahre alt sind, (Kitagruppe, Schülergruppe …), könnt Ihr dabei auch ausnahmsweise mit einem Gruppennamen auftreten, der zu Eurem Projekt passt. Also zum Beispiel so: Peter Heim mit Spieleerfinder, oder Kita Unterstadt mit Waldläufer oder Stadtschule mit Wasser-AG,  oder ganz anders, eben so wie es zu Euch passt.

Kann ich auch aus einem Lernprojekt ein WirZeit-Projekt machen?

  • Das kannst Du gerne. Gemeinsam lernt es sich besser. WirZeit-Projekte können auch als schulische und Ausbildungs-Projekte zustande kommen, wenn zusätzlich auch freie Zeit dazu geschenkt wird. WirZeit-Projekte können gut als Experimentierfeld für zukünftige berufliche Tätigkeit genutzt werden.
     
  • Jedes wahre Projekt ist immer ein Experiment. Man kann viel dabei lernen. In manchen Ländern lernt man auch in den Schulen ganz viel in Projekten, weil das Lernen so am besten gelingt. Auch in deutschen Schulen wird das Projektlernen immer wichtiger genommen.

Wen kann ich zu meinem WirZeit-Projekt einladen?

Wen immer Du einladen willst. Und durch die öffentliche Einladung hier im WirZeit-Portal und anderswo können auch Teilnehmer außerhalb Deines schon bestehenden Freundeskreises dabei sein, so dass Leute zusammen kommen, die sonst nicht so viel oder gar nichts miteinander zu tun haben. Das nennen wir „Neue Bewegung in das Zusammenleben bringen“.

Wie viele Leute können bei einem WirZeit Projekt mitmachen oder beschenkt werden?

Da gibt es viele Möglichkeiten, wie zum Beispiel:

  • Eine Person schenkt ein Projekt für mehrere andere - vielleicht auch für viele. (Beispiel a)
  • Mehrere Personen schenken ein Projekt für eine Person (Beispiel b)
  • Mehrere Personen schenken ein Projekt für mehrere oder viele.
  • Mehrere Personen, schenken ein Projekt für niemand Bestimmtes, sondern sie tun zusammen etwas für eine Gemeinschaft, zum Beispiel für eine Gemeinde, für eine Schülerschaft, Nachbarschaft (Beispiel c), für Tiere, die Natur usw. (Beispiel c)


Es gibt bestimmt noch mehr Kombinationen.
Die WirZeit-Hauptsache ist, dass in einem Projekt eine Gruppe von Leuten zusammentrifft – mindestens drei.

      
Beispiel a)  
Selina lädt Tanzbegeisterte und Musiker zu einem wöchentlichen Tanztreff im Obergeschoss des Kindergartens ein.

      
Beispiel b)  

Ibrahim und Beate gewinnen sechs andere Mitwirkende um gemeinsam Frau Bertram zu betreuen, damit die nicht ins Altersheim ziehen muss.

      

Beispiel c)  

Beate (72), Gerd (65), Sofian (5) und die Kindergartenkinder legen neben Gemeindehaus eine Insektenwiese an. Im Sommer blüht es da bunt und flattert und summt.

Wie wird diese WirZeit-Initiative organisiert?

  • WirZeit wird schon immer frei und selbstorganisiert geschenkt. Auch hier passiert alles in freier Selbstorganisation. Menschen verabreden sich, sich gegenseitig Zeit zu schenken mit dem, was sie gern tun. Im gegenseitigen Schenken ist jeder frei und selbstverantwortlich dabei.
     
  • das WirZeit-Portal dient lediglich der Verabredung für WirZeit-Projekte und ihrer  Bekanntmachung. Es entsteht keine neue Organisation. Es braucht keine Mitgliedschaft oder sonstige Verpflichtung. Die Finanzierung des Internetportals geschieht über einen gemeinnützigen Verein. Dort kann man für den Betrieb des Webportals spenden.

Kann ich ein Projekt eintragen, das schon abgeschlossen ist?

Nein  –  Neueinträge sind nur für geplante und laufende Projekte möglich.

Diese bleiben dann allerdings nach Abschluss in der WirZeit-Plattform sichtbar, so dass sich Ideen und Kontakte weiterhin verbreiten können.

Wo überall kann ich mein WirZeit-Geschenk sonst noch bekannt machen?

Mach Deine WirZeit-Aktivitäten auch überall dort bekannt, wo Du unterwegs bist – auf sozialen Plattformen im Internet, in der lokalen Zeitung, am schwarzen Brett der Gemeinde oder in Deiner Schule, Verein usw.

Was mache ich, wenn in meinem Schenkprojekt Unkosten entstehen?

  • Du schenkst Zeit, und da solltest Du keine Unkosten allein tragen. Wenn von den Teilnehmenden ein Unkostenbeitrag für Material, Verpflegung, Fahrkarten oder etwas anderes beizusteuern ist, gib das in der Projektbeschreibung bekannt.
     

  • Auch hier gilt die WirZeit-Philosophie: Wenn Lasten sich auf viele Schultern verteilen, bleiben sie für alle klein und alle sind gleich beteiligt. Das nennen wir allseitige Beteiligung.

Kann auch eine Benefizveranstaltung ein WirZeit-Projekt sein?

Ja, natürlich. Wenn Du Zeit für ein Projekt schenkst, bei dem Geld für einen guten Zweck gesammelt wird, ist das großartig, wenn Du auf den drei WirZeit-Bausteinen aufbaust: selbst tun, schenken, Menschen zusammen bringen.

Und wenn mein Projekt scheitert?

  • In diesem Netz ist Platz für Gewagtes und Vorsichtiges, für Vorübergehendes und Dauerhaftes, für Verrücktes und Durchdachtes – also auch für Scheitern. Was zählt, ist, dass Du was unternommen hast. Das kann Dir niemand mehr nehmen.
     
  • Auch in einem Scheitern entstehen wertvolle Erfahrungen und oft Erkenntnisse, die spätere Projekte erfolgreich machen. Deswegen sind heute die „Scheitern-Treffs“, wo Leute über ihre gescheiterten Projekte berichten, so populär. Ja, Scheitern und Fehler schmerzen oft im ersten Moment und können auch große Enttäuschung bereiten. Wer trotzdem das, was geschehen ist, (im Laufe der Zeit) wertfrei anschaut, der kann sich selbst und vielen anderen nutzen. Und es macht stark.

Welche Vorteile hat das WirZeit-Portal gegenüber dem alltäglichen Zeitschenken?

  • Überall wird so viel geschenkt. Allein das, was Mütter und Väter für ihre Kinder schenken, das lässt sich nie übertreffen.
     
  • Durch WirZeit-Geschenke können wir allerdings das Schenken in der Gesellschaft wieder sichtbarer machen und damit auch das, was zum Beispiel Mütter und Väter leisten und die vielen anderen die gemeinnützig aktiv sind.
     
  • Indem wir unsere Zeitgeschenke sichtbar machen, können Menschen und Ideen hier im WirZeit-Portal miteinander in Kontakt kommen, die sich sonst nie treffen würden. Und das können wir heute gut gebrauchen, damit die Vielfalt wirksam werden kann. Und damit das bürgerschaftliche Selbstbewusstsein stark wird und jede:r sagen kann: Ja, auch ich kann was beitragen.